Auch (Leistungs-)Sportler sind vulnerabel, also verletzlich, für psychische Erkrankungen. Leider herrscht in der allgemeinen Bevölkerung immer noch eine negative Stigmatisierung von Depression, was das Aufsuchen von Hilfe durch z.B. Psychotherapeuten hemmen kann. Die Prävalenzrate für psychische Erkrankungen (Depression, Angst, Traumafolgestörungen etc.) bei Leistungssportlern kann mit der Prävalenzrate in der Allgemeinbevölkerung verglichen werden.

Bei besonders körperbetonten Sportarten kann das Risiko für Essstörungserkrankungen erhöht sein, dabei ist vor allem das weibliche Geschlecht betroffen. Eine ausserordentliche psychische Belastung und ein kritisches Lebensereignis kann auch der Ausstieg aus dem Leistungssport darstellen, welche häufig verletzungsbedingt oder auch aus Verbandsgründen erfolgen muss.

(Quelle: Rice, S. M., Purcell, R., Silva, S. de, Mawren, D., McGorry, P. D., & Parker, A. G. (2016). The mental health of elite athletes: A narrative systematic review. Sports Medicine, 1–21. doi:10.1007/s40279-016-0492-2)

 

Verschiedene aktuelle Studienergebnisse zu psychischer Gesundheit im Leistungssport könnt Ihr hier, der homepage von MentalGestärkt nachlesen.

 

MentalGestärkt 

ist ein Kooperationsprojekt der Robert-Enke-Stiftung mit der RWTH Aachen und besteht aus einem Netzwerk von qualifizierten Fachkräften wie Sportpsychologen, Psychotherapeuten und Psychiatern, die Dir helfen können, eine passende Unterstützung zu finden, um psychische Probleme zu bewältigen.

Die Koordinationsstelle hat ihren Sitz an der Deutschen Sporthochschule Köln und vermittelt Dich an einen Experten in Deiner Umgebung.