„Ich habe schon tausend Mal Wimbledon in meiner Vorstellung gewonnen,
bevor ich es wirklich gewonnen habe." (André Agassi, ehemaliger Tennisprofi)

 

Visualisierungstraining, gleichbedeutend mit Mentaltraining, meint das wiederholte Sich-Vorstellen eines sportlichen Handlungs- oder Bewegungsablaufs, ohne gleichzeitige aktive Durchführung. Ähnlich wie bei Imaginationsübungen werden dabei möglichst alle Sinne miteinbezogen, um die Vorstellung so lebhaft und realistisch wie möglich zu gestalten und die Bewegungen bestmöglich nachempfinden zu können.

Eine Verbesserung des Bewegungsablaufs in der bewussten intensiven Vorstellung soll eine Verbesserung des tatsächlich ausgeführten Bewegungsablaufs bewirken.

Ganz wesentlich dabei ist, den korrekten Ablauf vor Augen zu haben. Dies wird z.B. mithilfe des Trainers als Experten des korrekten Bewegungstechnik und mithilfe von Videoanalysen erarbeitet. Ausserdem wollen wir positive Vorstellungen einüben, also auch nur optimale Abläufe und Ausgänge vorstellen. Wer Fehler visualisiert, wird den Fokus auf Fehlern haben und eher Fehler machen.

Aus Studien wissen wir, dass ein Wechsel zwischen Mentaltraining und der tatsächlichen Bewegungsausführung einen höheren Trainingseffekt bewirken kann.